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Gemeinde Schalkholz

Schalkholz Großsteingrab
Contact: 

Bürgermeister Schalkholz
Manfred Lindemann
Holtenbarg 29
25782 Schalkholz

Die Ortschaft Schalkholz ist eine kleine, ländliche Geestgemeinde mit rund 600 Einwohnern. 100 Km nordwestlich von Hamburg im Kreis Dithmarschen gelegen, im Norden Deutschlands, etwa 70 km südlich von Dänemark. Die charakteristische Ortslage auf einer eiszeitlichen Stauchmoräne umfasst die weite Niederungsebene des „Schalkholzer Eiszungenbeckens“ u-förmig. Dieses Geotop ist eine nennenswerte, topografische Besonderheit in den vielfältigen, von Eiszeiten geformten Naturlandschaften Schleswig-Holsteins.

Die lokale Kiesgrube wurde 1970 überregional bekannt, als sich dort Steinwerkzeuge der sogenannten „Hamburger Kultur“ und der „Federmesser-Kultur“ fanden. Jäger und Sammler aus der Epoche des Neandertalers hinterließen hier ebenfalls Flint-Abschläge, welche sich 1977, vier Meter unterhalb der damaligen Geländeoberfläche fanden. Eine Pollenanalyse datierte diese zwischen 60.000 bis 70.000 vor Heute; einer der ältesten menschlichen Nachweise in Schleswig-Holstein.

Diese regional auffällige Funddichte lässt die Annahme zu, dass Jäger wie Jagdbeute gleichermaßen seit Urzeiten den hoch und trocken gelegenen Naturpfaden der Geestrücken folgten, um bei dem Ort Pahlen die Eider zu überqueren.

Es sind drei neolithische Langbetten als Denkmäler in Schalkholz-Vierth dokumentiert. Allesamt ihrer Steine beraubt, lassen sich allenfalls noch flache Erhebungen finden. Ein unversehrtes „nordisches“ Ganggrab stand ursprünglich zwischen den drei Langbetten, es wurde 1970 wissenschaftlich untersucht. Es fand sich ein unversehrtes Klingendepot einer Nachbestattung. Das Denkmal wurde anschließend vor das damalige Museum für Vor- und Frühgeschichte nach Heide verlegt, dort steht es seit nunmehr 50 Jahren am historisch falschen Platz. Bemerkenswerte Fundstücke aus Schalkholz werden mitlerweile im archäologischen Museum Albersdorf präsentiert.