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Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt

Großsteingrab Wulfen
Contact: 

Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie
Landesmuseum für Vorgeschichte
Richard-Wagner-Straße 9
06114 Halle (Saale)

Phone: +49 345 5247-30
E-mail: poststelle@lda.stk.sachsen-anhalt.de und info@landesmuseum-vorgeschichte.de
Website: www.lda-lsa.de und www.landesmuseum-vorgeschichte.de

In Sachsen-Anhalt waren einst über 450 Großsteingräber bekannt, die zum Teil bereits im 18. und 19. Jahrhundert erfasst und beschrieben wurden. Von diesen ist heute die immer noch beeindruckende Anzahl von 150 Megalithgräbern erhalten. Entsprechend dem Vorkommen des Baumaterials, eiszeitlicher Findlinge, die einst von den Gletschern hinterlassen wurden, konzentriert sich das Hauptverbreitungsgebiet der Megalithgräber im Norden und Nordosten des Landes. In der Altmark, im Haldensleber Forst und in der Region Marienborn erhielten sich aufgrund der jahrhundertelangen Waldbedeckung und der extensiven Bodennutzung zahlreiche Gräber. Eine Besonderheit stellen die Großsteingräber in der Mitte Sachsen-Anhalts dar. In der ›Steinzeitlandschaft Latdorf‹ (Salzlandkreis) finden sich – außerhalb des Kernverbreitungsgebiets der Megalithik und abseits der Geschiebezone der Gletscher – so beeindruckende Grabanlagen wie die Großsteingräber von Drosa oder Wulfen (beide Landkreis Anhalt-Bitterfeld). Südlich der Megalithlandschaft kommen außerdem Menhire vor. In Sachsen-Anhalt kennen wir noch über 50 dieser aufrecht stehenden Steine, die teilweise verziert sind und beispielsweise stilisierte menschliche Darstellungen zeigen.

Die Großsteingräber und Menhire gehören zu einer stark gefährdeten Denkmälergruppe. Ihre Erforschung ist ein großes Anliegen, ihr Schutz, ihre Pflege und der Aufbau einer Infrastruktur, die die Monumente für Besucherinnen und Besucher von nah und fern zugänglich macht, das Ziel des Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt. Viele Großsteingräber Sachsen-Anhalts sind schon jetzt durch Wanderwege und mit Informationstafeln für den Tourismus erschlossen. Die ›Dolmengöttin von Langeneichstädt‹, eine Menhirstatue, die in einem Steinkammergrab des Mittelneolithikums verbaut wurde, ist zudem eine von fünf Stationen des touristischen Netzwerks ›Himmelswege‹ (www.himmelswege.de), das Sie zu einer Zeitreise in die Vorgeschichte Sachsen-Anhalts einlädt!