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Deutschland

Europäische Konferenz “Engagiert in Europa” in Berlin

  • Posted on: 21 December 2018
  • By: Megalithic Routes
Engagiert für Europa

Am 10. November 2018 nahmen zum ersten Mal die Cultural Routes of the Council of Europe, vertreten durch die European Route of Megalithic Culture, an der europäischen Konferenz "Engagiert für Europa" in Berlin teil.

100 Teilnehmer, 30 Projekte der Zivilgesellschaft aus ganz Europa, interessante Beiträge von Bürgermeister Christophe Rouillon, Coulaines / Frankreich und Prof. Caroline Y. Robertson-von Trotha, Universität Karlsruhe / Deutschland, lebhafte Diskussionen in drei Arbeitsgruppen und die Proklamation des Europäischen Republic von The European Balcony Project - der Veranstalter "Eine Seele für Europa - Städte für Europa" ist stolz auf die Ergebnisse der Konferenz.

Hintergrund: Der Fall der Berliner Mauer am 9. November 1989 hat nicht nur die Teilung Deutschlands beendet, sondern auch die Teilung von Europa beendet. Aufbauend auf dieser Erfahrung ist die jährliche Europa-Rede in Berlin, die abwechselnd von einem der hohen Vertreter der Europäischen Union gehalten wird, ein Forum für EU-Staats- und Regierungschefs, in dem sie ihre grundlegenden Bedenken und Gedanken über die Zukunft Europas äußern können. Diese Rede war in den letzten Jahren der Mittelpunkt einer Reihe von Veranstaltungen, die von der Stiftung Zukunft Berlin und ihren Initiativen "Eine Seele für Europa" und "Städte für Europa" organisiert wurden. Das gemeinsame Ziel dieser Aktivitäten besteht darin, den Dialog zwischen Bürgern und Politikern zu fördern und zur öffentlichen Debatte über Europa beizutragen.

Das Gespräch konzentriert sich daher auf folgende Aspekte:

1. Europa betrifft uns alle: Wir, die europäischen Bürgerinnen und Bürger sowie die gewählten Vertreter sind dafür verantwortlich, das europäische Integrationsprojekt zu intensivieren und zu stärken.

2. Wir müssen Europa von unten nach oben entwickeln: Europa wird nicht nur von Institutionen und Regierungen, sondern auch von den Bürgern selbst getragen.

3. Die europäischen Städte und die europäische Kultur spielen eine grundlegende Rolle bei der Festlegung der Zukunft Europas - insbesondere zu diesem Zeitpunkt, zu dem die Europawahlen von 2019 nur ein halbes Jahr entfernt sind.

Neben einer Keynote, der Präsentation einiger beispielhafter Städte und Ansätze einiger Städte und dem EUROPEAN MARKET PLACE, in dem Initiativen und Projekte ihre Arbeit präsentieren können, bietet die Konferenz den Teilnehmern verschiedene Gelegenheiten zum Networking und zum Erfahrungsaustausch.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.citiesforeurope.eu/de/aktivitaeten

 

Megalithic Routes – Neues Projekt in Schleswig Holstein

  • Posted on: 17 September 2018
  • By: Megalithic Routes
Großsteingrab in Dithmarschen

Das Archäologische Landesamt Schleswig-Holstein sowie der Steinzeitpark Dithmarschen haben sich erfolgreich um die Förderung eines neuen Megalithic Routes-Projektes bemüht, bei dem die Weiterentwicklung der Europäischen Kulturroute zur Megalithkultur in Schleswig-Holstein im Mittelpunkt steht. Die Fördermittel wurden von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien im Rahmen des Europäischen Kulturerbejahres 2018 SHARING HERITAGE zur Verfügung gestellt. Die weitere Koordinierung erfolgt über das Deutsche Nationalkomitee für Denkmalschutz.

Allgemeines Ziel des Projektes ist, „die Megalithkultur als unverzichtbaren Teil unserer gemeinsamen europäischen wie auch der regionalen und lokalen Identität und Geschichte zu vermitteln“. Zu den zahlreichen inhaltlichen Bausteinen des Vorhabens gehören Medienprojekte, neue Beschilderungen an den Denkmalen, öffentliche Veranstaltungen und Events, internationaler Jugendaustausch, Erarbeitung und Bereitstellung neuer Fachinformationen sowie eine internationale Fachkonferenz zur Wirkungsgeschichte der Megalithbauten in Europa.

Das Projekt im Detail:

Das Projekt Megalithic Routes in Schleswig-Holstein
Im Jahr 2013 wurde die „Europäische Straße der Megalithkultur“ als Kulturroute des Europarats anerkannt. Mit dem Steinzeitpark Dithmarschen gibt es in Schleswig-Holstein lediglich ein Mitglied des internationalen Vereins „Megalithic Routes e. V.", der sich europaweit für den Erhalt, die Pflege und Vermittlung von Megalithen einsetzt.

Vor diesem Hintergrund und dem Europäischen Kulturerbejahr 2018 unter dem Motto SHARING HERITAGE sieht das ALSH eine große Chance mit dem Steinzeitpark Dithmarschen ein gemeinsames Projekt zur Inwertsetzung der Europäischen Straße der Megalithkultur und dessen archäologischen Erbes in Schleswig-Holstein umzusetzen.

Was sind Megalithen?
Bereits von dem Begriff der Megalithen geht ein geheimer Zauber aus. Das Wort ist aus dem Griechischen übernommen worden und setzt sich aus μέγας bzw. mégas (groß) und λίθος bzw. líthos (Stein) zusammen. Er umfasst verschiedene von den Menschen der Jungsteinzeit aus großen Steinen errichtete Bauten. Sie sind ein weltweit verbreitetes Phänomen. In Schleswig-Holstein kommen insbesondere Großsteingräber, als Dolmen bezeichnete Steintische und Ganggräber, vor. Diese in unserer modernen Landschaft archaisch anmutenden Bauten waren Teil vergangener und sind Teil moderner Erinnerungskultur.

Verbreitung in Mitteleuropa
Um 5000 v. Chr. setzt die gesamteuropäische Tradition der beeindrucken Menhiren ein. Die in Einzelfällen bis zu 21 m hohen und bis zu 280 t schweren „stehenden Steine“ tauchen in Europa erstmals in der Bretagne auf. Die im nördlichen Mitteleuropa verbreiteten Megalithen stammen aus der Jungsteinzeit zwischen ca. 4800 und 2500 v. Chr. Sie stellen damit die ältesten bis heute erhaltenen baulichen Reste Mitteleuropas dar.

Neben den Dolmen, gekennzeichnet durch den Eingang in die Grabkammer an der Schmalseite, sind vor allem die Ganggräber, gekennzeichnet durch den Zugang an der Längsseite, in Schleswig-Holstein verbreitet. Sie gehören zur sog. Trichterbecherkultur. Diese wird als erste bäuerliche Kulturgruppe Nordeuropas angesehen. Sie errichtete ihre Megalithen schwerpunktmäßig in der Zeit zwischen ca. 3650 und ca. 3300 v. Chr., also noch bevor in Ägypten die ersten Pyramiden errichtet wurden.

Wandel und Erhaltung
Mit Beginn der Neuzeit haben Megalithen zunehmend Interesse geweckt und bis heute ihren die Kulturlandschaft prägenden Stellenwert erhalten. Nach Aufgabe erfuhren Megalithen Umdeutungen und waren beliebte Objekte wissenschaftlicher Spekulationen. Dabei wurden Anlagen bereits im Mittelalter z. B. mit Kapellen überbaut oder Menhire, die inzwischen als Objekte der heidnischen Vorzeit erkannt waren, umgedeutet und ‚christianisiert‘. Die allergrößte Menge der teilweise mehr als 5000 Jahre alten Anlagen dürfte aber vor allem im späten 19. Jh. u. a. der Urbanisierung, Industrialisierung und dem Infrastrukturausbau zum Opfer gefallen sein. Steine wurden bspw. für den Haus-, Straßen- und Brückenbau genutzt. Außerdem dienten Megalithgräber vielfach auch als Sandentnahmestellen, da sie im Gegensatz zu heute ursprünglich von Erdhügeln bedeckt waren.

Großsteingräber wie das von Bunsoh, der Brutkamp, das rekonstruierte Großsteingrab von Karlsminde oder das von Munkswolstrup werden durch ehrenamtliches und gemeinnütziges Engagement getragen. Neben Albersdorf wurde in dem bei Oeversee gelegenen Munkswolstrup ein Freilichtmuseum, der Arnkielpark, errichtet. Daneben steht die Übernahme der Megalithen in die Geschichtskultur des Landes. Alte Denkmale werden zu den Gräbern der Ahnen stilisiert. Neue Megalithanlagen werden errichtet. Sie knüpfen dabei bewusst an die Jungsteinzeit an und symbolisieren den gemeinsamen Ursprung.

Heute sind in Schleswig-Holstein alle bekannten und nicht bekannten Großsteingräber durch das Denkmalschutzgesetz vor Zerstörung geschützt. Doch dieser theoretische Schutz bedarf der praktischen Umsetzung. Der langfristige Erhalt unseres archäologischen Erbes ist auch an Ihre Wertschätzung gebunden.

Projektförderung
Das Projekt wird von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) im Rahmen des Europäischen Kulturerbejahres 2018 SHARING HERITAGE gefördert. Die Geschäftsstelle des Deutschen Nationalkomitees für Denkmalschutz (DNK) bei der BKM ist für die Koordinierung der Durchführung der Fördermaßnahme zuständig. Vom Bund werden in diesem Rahmen ausgewählte Projekte deutschlandweit von gesamtstaatlicher Bedeutung gefördert. Eine Übersicht und Kurzbeschreibung aller beteiligten Projekte ist hier zu finden: https://sharingheritage.de/.

Mittelzuwendungen erfolgen auch über die AktivRegion Dithmarschen aus dem „Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes" (ELER) sowie den Steinzeitpark Dithmarschen/Archäologisch-Ökologisches Zentrum Albersdorf (AÖZA), den Förderverein AÖZA e.V. sowie die Archäologische Gesellschaft Schleswig-Holstein (AGSH).

Ziele und Aktivitäten im Projekt
Übergreifendes Ziel dabei ist, die Megalithkultur als unverzichtbarer Teil unserer gemeinsamen europäischen wie auch der regionalen und lokalen Identität und Geschichte digital, interaktiv und alters- und zielgruppengerecht zu vermitteln. Austausch, Vernetzung und Partizipation im regionalen wie internationalen Kontext von Jugendlichen, Besuchern, Bürgern und Experten sind Eckpfeiler des Projektes. Das Projekt soll Ausgangspunkt für weitere Inwertsetzungen sein, wie beispielsweise die Anlage von Themenwegen für Wanderer und Fahrradfahrer oder Entwicklung internationaler Projekte. Dabei sollen nicht nur die Megalithanlagen selber im Vordergrund stehen, sondern auch die Landschafts- und Umweltgeschichte in den jeweiligen Regionen. Im Einzelnen sind folgende Aktivitäten vorgesehen:

  • Publikation eines bildreichen Sonderheftes zum Thema: Megalithen in Film, Fernsehen und anderen Medien – wie werden sie wahrgenommen?
  • Internationale Tagung in Albersdorf zur Wirkungsgeschichte von Megalithen
  • Vernetzung und Zusammenarbeit mit Gemeinden, Denkmaleigentümern und Megalithic Routes e.V.
  • Internationaler Jugendaustausch im Steinzeitpark Dithmarschen mit kulturpädagogischem Programm und Workshops
  • Veranstaltungen und Events am Tag des offenen Denkmals (2018 und 2019) sowie am Europäischen Tag der Megalithkultur (2019)
  • Digitalisierung des archäologischen Erbes der Megalithen
  • Inventarisierung in der archäologischen Landesaufnahme
  • Vorstellung einzelner Objekte auf www.kuladig.de
  • Multimediale Webseite mit 3D-Rekonstruktionen und interaktiven Infografiken und Kartenübersichten in deutscher und englischer Sprache
  • Storytelling und Gamification mithilfe der App XPLORE SH

Für weitere Informationen zu den beteiligten Institutionen, Förderern und Partnern siehe: https://www.schleswig-holstein.de/DE/Landesregierung/ALSH/_startseite/artikel/megalithicRoutes.html

Natur- und Geopark TERRA.vita

Der Naturpark Terra.vita liegt im Nordwesten Deutschlands – dort, wo die westlichen Ausläufer der Mittelgebirgslandschaft in die Norddeutsche Tiefebene hineinreichen. Besonderes Kennzeichen dieses naturräumlichen Übergangsbereichs ist, dass hier auf engstem Raum eine für Mitteleuropa ungewöhnlich große Vielfalt an erdgeschichtlichen Entwicklungsstufen zu Tage treten. Im Jahre 2004 wurde diese geologische Ausnahmesituation von Seiten der UNESCO honoriert und Terra.vita zum offiziellen Mitglied der World Geoparks ernannt. 2015 wurde Terra.vita mit dem Titel „UNESCO Global Geopark“ ausgezeichnet.

Moving Stones 2017 in Jeggen

  • Posted on: 15 January 2018
  • By: Megalithic Routes

Video Moving Stones 2017: Findlingstransport und Steinzeitfest in Jeggen. Am 30. April 2017 begaben sich in Jeggen zahlreiche Besucher auf eine Reise in die Jungsteinzeit. Unter dem Motto „Moving Stones“ lockten auf dem „Bolzplatz“ am Wüstenweg dazu viele Mitmachangebote für Kinder und Familien.

Emsland Tourismus GmbH

The origin of the term "Hünengrab", which is still common in northwest Germany today, probably lies in the Emsland region because this is the home of the famous Universalist Johan Picardt. In 1660 he published his theses of the "cruel and bar-baric giants, Hünen or collossi" as the builders of the megalithic graves. But some courageous people who armed themselves with heavy wooden clubs had managed to put these tyrants to flight...

Archaeological-Ecological Centre Albersdorf

Der "Steinzeitpark Dithmarschen" in Albersdorf (Schleswig-Holstein, Deutschland) wird als neolithische Kulturlandschaft von ca. 3.000 v.Chr. rekonstruiert. In der Nähe von megalithischen Gräbern und Grabhügeln, die von den ersten Bauern in Norddeutschland stammen, bietet das Museum pädagogische Aktivitäten wie Feuersteinbearbeitung, Bogenschießen und Lederarbeiten...

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